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Alte Historische Fotos und Bilder Zofingen, Kanton Aargau

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Wappen Zofingen

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Geschichte von Zofingen, Kanton Aargauin Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zofingen ist eine Kleinstadt, Einwohnergemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Kanton Aargau in der Schweiz. Sie liegt im äussersten Südwesten des Kantons im Wiggertal, an der Grenze zum Kanton Luzern, und bildet den südlichen Schwerpunkt eines Ballungsgebietes, das sich über Oftringen und Aarburg und bis nach Olten und Trimbach im Kanton Solothurn erstreckt. Die Stadt liegt nahe dem Kreuzungspunkt der wichtigsten Nord-Süd- und West-Ost-Verkehrswege der Schweiz.

Einwohner: 11 070

Geschichte: In der Antike war Zofingen eine Siedlung der keltischen Helvetier, später errichteten die Römer einen Gutshof. Die Alemannen siedelten im 6. Jahrhundert und bildeten eine der ältesten Pfarreien im Aargau. Im 11. Jahrhundert gründeten die Frohburger ein Chorherrenstift und 1231 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Zofingens, das 1299 in den Besitz der Habsburger gelangte. 1415 eroberten die Berner die Stadt, 1528 führten sie die Reformation ein. Mit der Ausrufung der Helvetik endete 1798 der Untertanenstatus. Seit 1803 gehört Zofingen zum Kanton Aargau und entwickelte sich zu einem Regionalzentrum. Das benachbarte Mühlethal wurde 2002 eingemeindet.

Zofingen. Bahnhofplatz
Bahnhofplatz
Zofingen. Bankgebäude, Hintere Hauptstraße
Bankgebäude, Hintere Hauptstraße
Zofingen. Hauptstraße
Hauptstraße
Zofingen. Hotel 'Raben', Kirche und Drogerie
Hotel 'Raben', Kirche und Drogerie
Zofingen. Rathaus, 1925
Rathaus, 1925
Zofingen. Schulhaus
Schulhaus
Zofingen. Straßensicht mit statuen von Löwen
Straßensicht mit statuen von Löwen
Zofingen. Thutplatz, 1958
Thutplatz, 1958

Aus der Geschichte

Zofingen ist eine Gründung der Grafen von Frohburg, die ihr Territorium gegen Ende des 12. Jahrhunderts südlich und nördlich des oberen und unteren Hauensteins mit acht Stadtgründungen zu sichern begannen. Diejenige Zofingen geht auf das Jahr 1201 zurück. Aufgefundene Steinwerkzeuge lassen auf eine Besiedlung durch Jägerstämme schon im Neolithikum schliessen. Im dritten vorchristlichen Jahrhundert nahmen die Helvetier vom Lande Besitz. Die Überreste eines römischen Gutshofes aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr., die 1826 entdeckt und deren Mosaikböden restauriert wurden, zeugen von der spätern Herrschaft der Römer.

Ab fünftem Jahrhundert wurde Zofingen der kirchliche Mittelpunkt einer alemannischen Mark. Archäologische Grabungen unter der Stiftskirche St. Mauritius (heutige Stadtkirche aus dem späten 12. Jh.) förderten 1979/80 zwei Steinkistengräber von Adeligen mit prachtvollen goldenen Beigaben aus der Mitte des 7. Jh. zutage. Am gleichen Ort müssen - wie ausgegrabene Mauerzüge zeigten - mindestens drei Vorgängerkirchen der heutigen Stadtkirche gestanden haben.

Der am Handelsweg von Basel nach Luzern gelegene Ort wurde mit Mauern und Gräben geschützt und zu einem Markt- und Verwaltungszentrum ausgebaut. Gegen Ende des 12. Jh. wurde die heutige Zofinger Stadtkirche in ein Chorherrenstift umgewandelt; Stift und Dorf wurden zur Stadt mit Markt- und Münzrecht erhoben. Die spätere Handveste von Herzog Rudolf IV. von Österreich weist Stadtrecht mit Marktrecht, Münzrecht und Blutbann aus. 1299 musste Graf Ludwig V. von Frohburg Zofingen an die Habsburger verkaufen. Die Stadt hielt hierauf treu zum Hause Habsburg, so beim Guglereinfall und auch am 9. Juli 1386, als in der Schlacht bei Sempach Alt-Schultheiss Niklaus Thut und zwölf Bürger unter Herzog Leopold III. fielen. Sterbend rettete Thut das Zofinger Fähnlein; dieses wurde bei der Aufbahrung der Leiche in der heimatlichen Kirche bei ihm gefunden. Niklaus Thut wurde so zum Stadthelden (heute mit Standbild auf dem gleichnamigen Brunnen und Platz in der Altstadt).

Handwerk und Gewerbe gediehen; die Wigger floss dicht an der westlichen Stadtmauer vorbei; Flösser und Fischer hatten reiche Beschäftigung. Die ersten Zünfte entstanden. 1393 wurde die Unterstadt durch einen Brand vernichtet; 1396 legte ein weiterer Brand fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Beim Übergang an Bern 1415 - nach der Niederlage der Herzöge von Österreich und einer Intervention von Kaiser Sigismund bei den Bernern - konnte sich Zofingen seine von den Habsburgern verbriefte Autonomie bewahren. Um 1430 existierten bereits die Schneider-, Schützen-, Ackerleute- und Metzgernzunft. Zinngiesser, Glockengiesser und Glasmaler freuten sich eines guten Rufes. Der Markt, die Mauritiusmesse, lockte Käufer und Händler selbst aus Frankfurt am Main, aus dem Wallis und dem "Frankenrych" an.

1528 beschloss der Rat von Bern die Einführung der Reformation. Das Chorherrenstift fiel der Säkularisation zum Opfer. Die bernische Herrschaft erlosch 1798 mit der Bildung des helvetischen Kantons Aargau. 1803 kam Zofingen endlich zum heutigen Kanton

Zu Beginn des 19. Jh. blühten Handel und Gewerbe; die Ringmauern engten die Stadt ein und an den Toren staute sich der Verkehr. Ab 1820 wurden deshalb die Ringmauern abgerissen und die Gräben eingeebnet.

Ein vielfältiges Kulturleben

Zu den ältesten kulturellen Einrichtungen Zofingens gehört die Stadtbibliothek. Die Anfänge der städtischen Bücherei reichen bis in das neunte Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts zurück. Nach dem erhaltenen sogenannten Fundationsbrief (Stiftungsurkunde) vom 20. September 1731 ist im Mai 1693 der eigentliche Grundstein gelegt worden. Seit 1974 ist die Stadtbibliothek im ehemaligen Lateinschulhaus untergebracht.

Das Museum an der General Guisan-Strasse, welches vom Luzerner Architekten Emil Vogt in den Jahren 1899 - 1901 erbaut worden ist, bietet mit seiner historischen und naturhistorischen Abteilung ein breites Spektrum an historischen und zeitgenössischen Ausstellungsobjekten.

Die Kunst hat mit der städtischen Kunstsammlung im alten Schützenhaus sowie mehreren privaten Galerien ebenfalls einen wichtigen Stellenwert in Zofingen. Alljährlich im August findet zudem ein Kunstmarkt statt.

Verantwortlich für das musikalische und kulturelle Jahresprogramm im Stadtsaal ist die Musik- und Theater. Aber auch die kleine Bühne und OX.Kultur im Ochsen organisieren Veranstaltungen in den verschiedensten Stilrichtungen.

Ohne Übertreibung darf auch das Zofinger Kinderfest als ein Stück Kultur bezeichnet werden. Dieses auch als "schönster Tag des Jahres" bezeichnete Ereignis begeistert seit über 150 Jahren Gross und Klein sowie Leute von nah und fern.

Quelle: zofingen.ch




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