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Alte Historische Fotos und Bilder Urdorf
Old historical photos and pictures , Canton of

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Wappen Urdorf

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Geschichte von Urdorf in Fotos
History of , Canton of in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Urdorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Am 1. Januar 1931 wurde die ehemalige Gemeinde Oberurdorf zusammen mit Niederurdorf zur Gemeinde Urdorf fusioniert.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 9783

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Geschichte

Reussgletscher-Zunge bildete Urdorfer Talmulde

18000 v. Chr.

Vor über 20'000 Jahren hat eine Zunge des Reussgletschers die Talmulde geformt, in der sich heute Urdorf ausbreitet. Aufgrund der rötlichen Findlinge in unserem Boden, die aus dem Glarnerland stammen, weiss man, dass sogar ein Arm des Linthgletschers über die Waldegg bis in unser Tal reichte. Während des Rückzuges des Reussgletschers ist an dessen Stirne zwischen Urdorf und Birmensdorf viel Moränenschutt abgelagert worden. Das Schmelzwasser wurde dadurch aufgestaut, bis es in Birmensdorf einen Abfluss nach Westen fand, den Einschnitt hinter der Egg und dem Honeret auswusch und so unser Reppischtal formte.

Besiedelungs-Beginn

100

Als Zeugen erster Besiedlung auf unserem Gemeindegebiet sind ein Steinbeil und einige Bronzeklingen erhalten. Aus dem 1. bis 3. Jh. n. Chr. stammen die Fundamente des Herrenhauses eines mittleren bis grösseren römischen Gutshofes, die 1967 im Heidenkeller ausgegraben und vermessen wurden. Weitere Mauerreste und Fundgegenstände auf dem Gemeindegebiet gehören in die gleiche Epoche. Ein Teil der Funde wurde im Landesmuseum restauriert und ist dort aufbewahrt. Die Römerstrasse von Baden nach Zürich führte vom Herweg die heutige Luberzenstrasse entlang durch unser Gemeindegebiet.

Herrschafts-Zustände im Mittelalter

400 - 1250

Im Mittelalter beherrschten verschiedene Grundbesitzer und Gerichtsherren unser Gebiet. Die Ritter von Schönenwerd, die Klöster Engelberg, St. Blasien, Wettingen, Muri, Hermetschwil und das Chorherrenstift Grossmünster.

Knabengesellschaft ältester Verein

400

Die Knabengesellschaft ist der älteste Verein der Gemeinde. Der Ursprung dürfte ins Mittelalter zurückgehen. Es ist bekannt, dass die Gesellschaft schon 1876 zwei kleine Kanonen für das Hochzeitsschiessen besass. 1864 gab es bereits einen Männerchor und einen gemischten Chor.

Ortsbezeichnung

1179

Die später einwandernden Alemannen fanden hier möglicherweise die Behausungen von Helvetiern vor, die sie erweiterten, und gaben dem Weiler den Namen Urdorf. Denkbar ist aber auch, dass Urdorf die Neusiedlung eines Alemannen namens Uro war. Eine Urkunde von 1179 über die Stiftung des Klosters Engelberg durch Konrad von Sellenbüren nennt im Verzeichnis des Gutsbesitzes folgende Ortschaften: Spretinbach, Urdorf, Paltoswilare, Salenburon, Stallenchoven, Bounstetin. Fixfertig steht Urdorf da zwischen den noch nicht fertig entwickelten Namen von Spreitenbach, Baltenschwil, Sellenbüren, Stallikon und Bonstetten.

Kirchwesen

Aus dem 12. Jahrhundert stammen die ersten Berichte über die Kirche St. Georg im Reppischtal und die Engelberger Kapelle St. Niklaus, die alte Kirche an der Kirchgasse. Der Chor dieser Kapelle wurde später etwas schräg angebaut, genau gegen Osten orientiert. Bei jeder Kirchturmrenovation wurden und werden in der vergoldeten Kugel auf der Turmspitze interessante Zeitdokumente eingelötet.

1628 baute die Stadt Zürich in Urdorf ein Pfarrhaus für die reformierte Minderheit in Dietikon. Bis dahin hatte der reformierte Pfarrer in Zürich gewohnt. Noch 1812 wurde er durch den Abt von Wettingen aus einem zürcherischen Dreiervorschlag gewählt. Die Kirche in Dietikon wurde von 1532 bis 1925 von beiden Konfessionen benutzt. 1583 bis 1701 feierten die Reformierten Weihnachten und Neujahr zehn Tage nach den Katholiken, weil sie die von Papst Gregor XIII 1582 durchgeführte Kalenderreform nicht mitgemacht hatten. Bis 1916 fand in Urdorf ausser an den Festtagen kein Sonntagsgottesdienst statt.

Duale Vorherrschaften während Renaissance

1420 - 1600

Ab 1510 übten die Obervögte von Zürich in Birmensdorf die Macht über Oberurdorf aus, während in Niederurdorf die Junker Steiner in Uitikon das Sagen hatten. Diese Verhältnisse wurden erst 1798 mit der Gründung der helvetischen Republik geändert. Eine "Offnung" von 1423 beschreibt die Pflichten und Rechte der damaligen Bauern, z.B. "Wenn der Abt von Engelberg im Mai und im Herbst in den Meierhof zu Urdorf kommt, soll der Stall mit Dinkelstroh gestreut sein, dass es den Pferden an den Bauch geht."

Urdorfer Bäder

1526 - 1702

Das heutige Geschäftshaus mit dem Restaurant zur Sonne wurde 1526 vom Zürcher Zunftmeister Steiner als Kurhaus und Badhotel erbaut. Conrad Gessner rühmt in einem in Venedig herausgegebenen Buch über die Bäder Europas den prächtigen Bau und die vorzügliche Wirkung des Urdorfer Bades. Diese wird dem Gehalt an Schwefel, Alaun und Kupfer im Badewasser zugeschrieben. Diese Mineralien haben sich jedoch nie nachweisen lassen. Vier Badprospekte aus späteren Jahren aber überbieten sich in ihrem Lob: "Viele Ausgedörrte und Lungensüchtige sind wegen Schwachheit in Sänften dahin gebracht worden, die nach Vollendung der Kur frisch und gesund zu Pferd haben heimreiten können." Eheleute haben es wegen Unfruchtbarkeit besucht und hernach die erfreuliche Wirkung gerühmt. Manche Gäste zahlten vor der Abreise aus der Kur ihre Gemächer auf das künftige Jahr, "um dann des Genusses sicher zu sein". Zwinglis Nachfolger Heinrich Bullinger badete dreimal in Urdorf. Eine von ihm und weiteren Badgesellen dem Wirt geschenkte farbige Fensterscheibe hängt heute im Landesmuseum. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Badebetrieb eingestellt.

Schul-Entwicklung

1600

Die erste Schule wurde um 1600 eröffnet und auch von den Kindern aus Dietikon besucht. Es handelte sich vornehmlich um eine Sing- oder Abendschule. 1673 baute Oberurdorf ein Schulhaus mit Lehrerwohnung. Es ist das Haus Friedhofstrasse 10. Vorher wurde in der Stube des jeweiligen Schulmeisters oder in der Kapelle unterrichtet. Das Bachschulhaus besteht seit 1838. Die Sitte, ein Examenbrötchen zu überreichen, geht auf das Jahr 1822 zurück.

Ein Zürcher Arzt glaubte, mit dem guten Ruf des alten Bades sei Geld zu verdienen, und eröffnete 1702 unter dem Namen "Ein neues Bethesda" an der heutigen Birmensdorferstrasse 149 noch einmal ein Bad. Der Erfolg blieb jedoch gering.

Gemeindewappen

1778

Die älteste Darstellung des heutigen Gemeindewappens findet sich in Stein gehauen auf dem 1778 datierten Viergemeinde-Grenzstein im Sandloch.

Widerstand gegen Zusammenschluss von Nieder- und Oberurdorf

1830

Der Zürcher Grosse Rat wollte 1830 Ober- und Niederurdorf zusammenschliessen. Aber die Niederurdorfer, die jahrhundertelang eine eigene Gemeinde gebildet hatten, wehrten sich und machten geltend, ihr Dorf zähle "achtzig stimmfähige Bürger und in ihrer Mitte verständige Männer genug, um die Gemeindeämter mit denselben besetzen zu können". Der Grosse Rat gab schliesslich nach.

Eisenbahnstation eröffnet

1864

1864 erhielt auch Urdorf seine Eisenbahnstation, die allerdings heute noch auf Schlieremer Gemeindegebiet steht. Ab der Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 bis zur Inbetriebnahme der Bahnlinie Thalwil - Zug 1897, fuhren die Gotthard-Schnellzüge durch Urdorf.

Pulverfabrik

1901 - 1914

1901 bis 1914 betrieb eine Berliner Firma auf dem heutigen Schulareal Bahnhofstrasse eine Pulverfabrik, bestehend aus 16 kleineren Gebäuden.

Gemeinde Urdorf, Zusammenschluss

1931

Im Jahre 1930 beschlossen die Stimmbürger von Ober- und Niederurdorf, sich zur Gemeinde Urdorf (gegründet 1931) zusammenzuschliessen. Die bestehenden Bindungen mit Dietikon wurden dafür mit der Zeit aufgelöst.

Seit 1958 haben wir eine eigene Sekundarschule, seit 1959 und 1960 bestehen eine reformierte und eine katholische Kirchgemeinde in Urdorf.

Rasante Einwohnerzahl-Entwicklung

1950 - 1970

Von 1950 bis 1970 verdoppelte sich die Einwohnerzahl alle 10 Jahre. Allein im Jahr 1968 stieg sie von 6'200 auf 7'212.

Bezirks-Zugehörigkeit

1989

Urdorf war bis 1803 dem Bezirk Horgen zugeteilt, nachher dem Bezirk Zürich. Seit dem 1. Juli 1989 gehört Urdorf zum neu gegründeten Bezirk Dietikon.

Quelle: urdorf.ch

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