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Alte Historische Fotos und Bilder Richterswil, Kanton Zürich

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Wappen Richterswil

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Geschichte von Richterswil, Kanton Zürich in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Richterswil, im Volksmund Richti genannt, ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Richterswil, Burghalden und Samstagern.

Gründungsdatum:

Einwohner: 13 022

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Richterswil. Dorfstrasse
Dorfstrasse, Café zur Post, Post-Bureau, Briefträger
Richterswil. Heimatwerkschule
Heimatwerkschule
Richterswil. Krankenasyl
Krankenasyl
Richterswil. Panorama der Stadt, 1904
Panorama der Stadt, 1904
Richterswil. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Richterswil. Panorama der Stadt und Kirche
Panorama der Stadt und Kirche
Richterswil. See mit Bahnhof, 1906
See mit Bahnhof, 1906
Richterswil. Seestraße
Seestraße

Geschichte

Von der Besiedlung bis zur Französischen Revolution

Bronzezeit 2200 - 800 v.Chr.

Einige wenige Streufunde lassen den Schluss zu, dass unsere Gegend wenigstens teilweise begangen war.

Spätbronzezeit ab 800 v. Chr.

Rund 70 Meter nördlich der Insel Schönenwirt ist eine Siedlung entdeckt worden. Sie wird immer noch unter Wasser archäologisch bearbeitet.

Römerzeit 200v. Chr. - 400

Auf unserem Gemeindegebiet wurden keine Spuren gefunden.

Zwischen 700 und 900 n. Chr.

Der Alemanne Richtilo lässt sich mit seiner Sippe auf unserem heutigen Gemeindegebiet nieder.

„Richtilos-vilare“ (Richtilos Weiler) wird zur Ortsbezeichnung.

1265

„Richtliwile“ gehört zur Herrschaft der Freiherren von Wädenswil und wird erstmals urkundlich erwähnt.

1287

Rudolf III. von Wädenswil verkauft Burg, Rechte und Herrschaft an den Johanniterorden.

1342

Obwohl das Gebiet der Johanniter-Komturei nicht zur Stadt Zürich gehört, werden die Richterswiler – wie andere Zürcher Untertanen – zum Kriegsdienst aufgeboten.

1436

Der Alte Zürichkrieg beginnt. Die Johanniterkomturei bleibt durch geschicktes Verhandeln des Ordenskomturs neutral.

1450

Der Friede von Einsiedeln bestimmt, dass Zürich die „Höfe“ an den Stand Schwyz abtreten muss. Für Richterswil beginnen jahrhundertelange Rechtshändel, da unsere Gemeinde ihre Rechte behalten kann.

1549

Schon seit längerer Zeit, aber besonders seit der Reformation, sind Richterswiler und Wädenswiler für den Orden unbequeme Untertanen geworden. Die gesamte Herrschaft Alt-Wädenswil wird für 20'000 Gulden an die Stadt Zürich verkauft. Die eidgenössische Tagsatzung bestimmt, dass die stolze Burg geschleift wird.

1578

In der Mülenen, dem grössten Mühlbetrieb der alten Herrschaft Wädenswil, wird das neue Hauptgebäude mit dem charakteristischen Treppengiebel errichtet.

1656

Während des ersten Villmergerkriegs dringen katholische Truppen ins zürcherische Gebiet ein und richten auch auf dem Richterswiler Berg schlimme Verwüstungen an.

1712

Im zweiten Villmergerkrieg bewähren sich die Befestigungsanlagen. Besonders die Bellenschanze ist heftig umkämpft.

1760 bis 1795

Der berühmte Arzt Dr. Johannes Hotze führt an der Poststrasse nicht nur eine gutgehende Arztpraxis, sondern beherbergt auch berühmte Zeitgenossen wie Goethe, Fichte, Lavater usw.

Von der Französischen Revolution bis zum ersten Weltkrieg

1798 bis 1802

Richterswil kann sich mit Hilfe der Französischen Revolution und der Truppen Napoleons von der Herrschaft der Stadt Zürich befreien. Es entsteht die selbständige Gemeinde Richterswil. Man zählt 2463 Einwohner.

1803 bis 1813

In der Schweiz gilt die Mediationsverfassung. Richterswil wird dem Bezirk Horgen zugewiesen.

1811

In der Mülenen wird der erste Fabrikbetrieb der Gemeinde, eine Baumwollspinnerei, errichtet.

Ab 1813

Die Industrialisierung führt zu einer starken Zunahme der Bevölkerung.

1840

Richterswil erhält eine Haltestelle für Dampfschiffe. Vorher mussten auf dem offenen See Personen ein- und aufsteigen und die Güter umgeladen werden.

1848

Die Gemeinde Richterswil kauft die Insel Schönenwirt für 100 Franken.

1875

Die Nordostbahn eröffnet die linksufrige Eisenbahnstrecke von Zürich bis Siebnen.

1877

Die "Wädensweil - Einsiedeln - Bahn" wird fertig gebaut. Richterswil erhält zwei neue Stationen in der Burghalden und in Samstagern. Der einträgliche Pilgerverkehr führt nun nicht mehr über Richterswil. Zahlreiche Schiffsleute und Gastwirte müssen sich nach Alternativen umsehen.

1893

An der Bergstrasse entsteht das neue Spital.

1905

Im Wydiger wird die neue reformierte Kirche im neugotischen Stil erbaut. Die alte Martinskirche im heutigen Friedhof wird ein paar Monate später abgerissen.

1914

Nach beinahe 400 Jahren gibt es in Richterswil auch wieder eine katholische Kirche.

Das 20. und 21. Jahrhundert

1948

Der regelmässige Busbetrieb von Richterswil nach Wollerau wird eingeführt.

1950

Die Heimatwerkschule "Mülene" öffnet ihre Tore.

1966

Die Autobahn N3 (heute A3) wird von Zürich nach Richterswil fertiggebaut. Der Dorfkern wird von einem Teil des Fernverkehrs entlastet.

1967

Die Kläranlage nimmt ihren Betrieb auf.

1970

Eine neue Buslinie verbindet die Dorfteile Richterswil und Samstagern.

1975

Im Jahr der europäischen Denkmalpflege wird der Dorfkern von Richterswil als schützenswert anerkannt.

Das Alterszentrum "Im Wisli" wird eingeweiht.

1981

Nach einem Totalumbau wird das gemeindeeigene Hotel "Drei Könige" wieder eröffnet.

1985

Die Seestrasse entlastet den Dorfkern vom Durchgangsverkehr. Dem Bau fallen aber auch zahlreiche historisch wertvolle Gebäude zum Opfer.

1991

Die umfassende Renovation des Bahnhofs Richterswil und die Erneuerung der Gleisanlagen wird abgeschlossen.

Die gelungene Restauration der "Alten Sagi" in Samstagern wird mit dem Zürcher Heimatschutzpreis ausgezeichnet.

1992

Auf dem Hornareal werden die Freizeitanlage und die Jugendherberge für die Oeffentlichkeit zugänglich. Zahlreiche Industriebauten mussten abgebrochen und Altlasten entsorgt werden.

Der Bahnhof Richterswil erhält den "Brunel Award" for outstanding visual design in public railway transport.

1994

Das Spital Richterswil wird an der Bauverein Paracelsus verkauft.

Das katholische Pfarreiheim "Patio" wird eröffnet.

1999

Die Richterswiler Räbechilbi findet Aufnahme ins "Guinessbuch der Rekorde".

2005

Eröffnung des neuen Hafens.

2006

Verleihung des Zürcher Heimatschutzpreises für die Renovation des Hauses Central.

2007

Der 1873 erbaute, 101m hohe Springbrunnen wird wieder in Betrieb genommen.

Die Gemeinde erwirbt von den SBB die alte Eisenbahn-Remise samt umgebender Grünfläche.

2013

Richterswil wird Energiestadt.

Eröffnung des Seeuferwegs von Richterswil nach Wädenswil.

2015

Richterswil feiert sein 750-jähriges Jubiläum.

Quelle: richterswil.ch




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