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Alte Historische Fotos und Bilder Rapperswil-Jona, Kanton St. Gallen
Wappen Rapperswil-Jona

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History of city Rapperswil-Jona, Kanton St. Gallen in photos

A small historical reference

Geography:

Date of foundation:

Population: 26 542

History:

Sights:

Rapperswil-Jona. Das Schloß
Das Schloß
Rapperswil-Jona. Hirschpark, 1907
Hirschpark, 1907
Rapperswil-Jona. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Rapperswil-Jona. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Rapperswil-Jona. Quai mit Hôtel du Lac
Quai mit Hôtel du Lac
Rapperswil-Jona. Restaurant 'Falkenburg' um 1920
Restaurant 'Falkenburg' um 1920
Rapperswil-Jona. Schloss und See
Schloss und See
Rapperswil-Jona. Schloss und See
Schloss und See

Städtische Geschichte

Kelten und Römer

Die wunderschöne Gegend von Rapperswil-Jona war bereits bei den Kelten und später den Römern sehr beliebt. Zahlreiche archäologische Funde zeugen von einer frühen Besiedelung.

Die ältesten archäologische Funde zeigen, dass diese Gegend schon vor mindestens 5000 Jahren bewohnt war. Sogar Überreste einer Holzbrücke aus prähistorischer Zeit (ca. 1600 v. Chr.) wurden in der Nähe des heutigen Seedamms gefunden.

In Centum Prata (dies bedeutet hundert Wiesen), dem heutigen Kempraten, wurde eine bedeutende römische Siedlung erbaut. Überreste von römischen Bauten wurden bei der Kapelle St. Ursula, der Römerwiese und an der Meienbergstrasse ausgegraben. Auch in Wagen, bei der Kirche Busskirch und auf der Insel Ufenau wurden frühzeitliche Funde entdeckt.

Zuerst Kanton Linth, dann Kanton St. Gallen

1798 brachte die französische Revolution auch in der Eidgenossenschaft den Zusammenbruch der alten Ordnung: das reiche Rapperswil verlor die ehemaligen Untertanengebiete, diese wurden frei und selbständig. Napoleon verfügte die Neueinteilung der eidgenössischen Kantone: ein Kanton Linth umfasste nun unter anderen Gebieten die Linthebene, die schwyzerische March sowie Glarus. Rapperswil war einige Wochen sogar die Hauptstadt dieses neuen Kantons.

Doch hatte diese erzwungene Einteilung keinen Bestand: Bereits fünf Jahre später erfolgte wieder eine Neuaufteilung, 1803 entstand der Kanton St. Gallen, dem Rapperswil und Jona als westlichste Gemeinden zugeteilt wurden.

Herrschaft und Untertanengebiet

Die französische Revolution, am 14. Juli 1789 in Paris ausgebrochen, brachte die alte Ordnung zwischen Herren und Untertanen in Europa zum Einsturz. Als neun Jahre später die napoleonischen Heere auch das Gebiet der Eidgenossenschaft "befreiten", verlor am 1. Mai 1798 mit dem Einmarsch des französischen Generals Nouvion auch das stolze Rapperswil seinen Herrschaftsanspruch über die Untertanengebiete. Die Bewohner im Umland der Stadt, ungefähr im Gebiet der heutigen Gemeinde Jona, erkämpften sich gleiche Rechte wie die Stadtbürger.

Auf französischen Befehl erhielt die Schweiz eine neue Verfassung (Helvetik). Neue Verwaltungsbezirke wurden gebildet (cantons), darunter auch der Kanton Linth. Rapperswil und Jona bildeten darin zwei eigenständige "Municipalgemeinden". Das ehemalige Untertanengebiet wurde damit zum ersten Mal eine selbständige Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten. Dieser Übergang gestaltet sich sehr schwierig; schwer drückten vor allem die finanziellen Lasten die jungen Gemeinde, wie Armenfürsorge, Strassenunterhalt aber auch zu geringe Steuereinnahmen. Dazu kam die fehlende Bereitschaft der ehemaligen Herren aus der Stadt zum Lastenausgleich.

Schon gab es Pläne in der neuen Gemeinde, sich wieder der Stadt anzuschliessen und die eben errungene Selbständigkeit aufzugeben, doch das gegenseitige Misstrauen war zu gross. Als Napoleon 1803 der Schweiz wieder eine neue Verfassung gab, die Mediationsakte, wurden die Alten Orte in ihrem ehemaligen Gebietsumfang grösstenteils wieder hergestellt. Aus den restlichen Gebieten schaffte man neue Kantone, darunter auch den Kanton St. Gallen. In der Verfassung dieses Kantons blieben die beiden Gemeinden Rapperswil und Jona getrennt. 1804 legte schliesslich der Regierungsrat die Gemeindegrenzen endgültig fest. Dabei wurde Rapperswil auf das Gebiet der eigentlichen Stadt beschränkt, das ganze Umland gehörte nun zur Gemeinde Jona, mit einer Ausnahme allerdings: Die Ableitung des Stadtbachs aus dem Fluss Jona blieb in Rapperswiler Besitz, da dessen Wasserkraft für die Fabrikbetriebe lebenswichtig war.

In wirtschaftlicher Hinsicht profitierte Rapperswil von dieser Loslösung. Jona musste sich von den ehemaligen Abgaben und Grundzinsen loskaufen und aus dem Verkauf einiger Liegenschaften der Stadt auf dem Gemeindegebiet von Jona löste Rapperswil bedeutende Summen. So war Jona gezwungen, die Allmeinden (den Bodenbesitz der Gemeinde) unter seine Bürger aufzuteilen, während Rapperswil seine Besitzungen in der Hand der Öffentlichkeit behalten und durch die Genossengemeinde (heute Ortsverwaltungsrat) verwalten und bewirtschaften konnte. Noch heute gilt daher die Rapperswiler Ortsgemeinde als "reiche" Land- und Waldbesitzerin. Die Erträge werden jedoch nicht mehr unter die Bürger verteilt, sondern für kulturelle und soziale Aufgaben verwendet.

Verkehr und Industrie verändern die Stadt Rapperswil

Um 1830 fielen Tore und Mauern dem Durchgangsverkehr zum Opfer und für die neuen Dampfschiffe musste ein grösserer Hafen gebaut werden. 1859 verkehrte der erste Eisenbahnzug auf der Linie Rüti-Rapperswil-Weesen. 1878 fuhr auch der erste Zug über den neuen steinernen Seedamm, der die alte Holzbrücke ersetzte.

In diesen turbulenten Zeiten wurden die ersten Fabriken errichtet: Spinnereien, Webereien und Färbereien, eine Hammerschmiede und eine Eisengiesserei entstanden entlang des Stadtbachs, der die notwendige Energie lieferte.

Die verkehrsgünstige Lage brachte es mit sich, dass 1919 der Schweizer National-Circus der Gebrüder Knie seinen Sitz samt Winterquartier in Rapperswil errichtete. Dieses Unternehmen hatte sich aus der 1803 gegründeten österreichischen Seiltänzer- und Künstlerdynastie entwickelt und befindet sich heute in den Händen der achten Generation.

Vereinigung von Rapperswil und Jona am 1. Januar 2007

Vor der Vereinigung wies die Gemeinde Jona mit 20,73 km2 eine mehr als 12 Mal so grosse Fläche wie die Stadt Rapperswil auf. Mit ihren über 17'000 Einwohnern war die Einwohnerzahl mehr als doppelt so gross wie in der Nachbarstadt. In der Zwischenzeit waren die beiden Gemeinden baulich derart zusammengewachsen, dass die Grenzen nicht mehr erkennbar waren. Im gesellschaftlichen Alltagsleben gab es sie gar nicht mehr.

Die Schulen waren zum Teil gemeindeübergreifend organisiert und grössere Projekte in den Bereichen Planung, Verkehr, Sport, Umweltschutz u.a.betrafen oft beide Gemeinden und wurden deshalb gemeinsam und in gegenseitiger Absprache in Angriff genommen. Am 30. November 2003 stimmten die Bürgerschaften von Rapperswil und Jona einer Initiative im Grundsatz zu, wonach die beiden Gemeinden auf den 1. Januar 2007 vereinigt wurden.

Quelle: www.rapperswil-jona.ch



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